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Osnabrück startet Wissenschaftspark

Eröffnung der Stufe 1 des Wissenschaftsparks Osnabrück

Eröffnungsfeier für die Stufe 1 am 28. Juni 2010 auf dem Gelände der ehemaligen Scharnhorstkaserne.

 Mit dem Wissenschaftspark möchte die Stadt Osnabrück einen Standort für innovative und technologieorientierte Unternehmen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Campus von Universität und Fachhochschule am Westerberg entwickeln. Hierzu sollen auf der einen Seite Grundstücke für Unternehmen erschlossen werden, zum anderen soll ein Technologie- und Gründerzentrum unter dem Titel „InnovationsCentrum Osnabrück“ gebaut werden. Dieses neue Technologie- und Gründerzentrum soll Platz schaffen für innovative junge Unternehmen und ihnen ein besonders passendes Angebot unterbreiten.

Mit der Stufe 1 des Wissenschaftsparks Osnabrück wurde bereits jetzt für solche jungen innovativen Unternehmen provisorisch eine Offiziersunterkunft hergerichtet, um der bestehenden Nachfrage in unmittelbarer Hochschulnähe nachzukommen. Das 720 m² große Gebäude ist bis Ende 2015 nutzbar, bevor an dieser Stelle der Kaserne vermutlich ein Regenrückhaltebecken entstehen wird.

In die Stufe 1 sind bereits die ersten Mieter, wie z. B. das Ingenieurbüro TECNOTRANS oder die Firma  WhiteMatter LABS, die im Bereich der Aufmerksamkeitsforschung, insbesondere zur Beurteilung von Internetseiten, tätig ist, eingezogen. Weitere junge Firmen richten sich in diesen Tagen in ihren Büros ein. Hier ist z. B. die Graune & Schröder modern marketing, die Veranstaltungsagentur Royal Concepts oder das Recordlabel Timezone zu nennen. Mit dem Unternehmen Marcus Thoben junior-talents tritt ein Spezialist für die Rekrutierung akademischer Nachwuchskräfte an. Die Firma meta objects.NET IT Solutions ist im Bereich von ERP-Systemen auf Microsoftbasis tätig. Somit ist bereits über die Hälfte des Gebäudes belegt. Die Firmen kooperieren auf unterschiedlichste Art mit den Hochschulen. Einige - wie WhiteMatter LABS oder Marcus Thoben junior-talents - können als unmittelbare Ausgründungen aus den Hochschulen bezeichnet werden, andere Gründer studieren z. T. selbst noch oder kooperieren in Projekten mit der Universität oder Fachhochschule Osnabrück. Ein Bespiel hierfür ist die Firma TECNOTRANS, die sich in ein Forschungsprojekt zur energetischen Verwertung von Abfallprodukten aus der Intensivlandwirtschaft der Universität einbringt. TECNOTRANS hat einen sogenannten Feststoffseparator entwickelt, der u. a. dazu geeignet ist, Gülle in eine feste und flüssige Fraktion zu trennen.

Oberbürgermeister Boris Pistorius sowie die Präsidenten der Universität und der Fachhochschule Osnabrück, Prof. Claus Rollinger und Prof. Erhard Mielenhausen hoben daher auch die gegenseitigen Chancen hervor, die sich für die Hochschulen und für die wirtschaftliche Entwicklung Osnabrücks durch den Wissenschaftspark ergeben können. „Mit der Stufe 1 bekommt der Wissenschaftspark Osnabrück nur ein gutes Jahr nach dem Abzug der Briten bereits ein konkretes Gesicht“, so Oberbürgermeister Boris Pistorius.

Betrieben wird die Stufe 1 des Wissenschaftsparks Osnabrück vom Centrum für Umwelt und Technologie, das bereits seit über 20 Jahren als Technologiezentrum der Stadt im Gewerbegebiet Südstraße/Westerbreite fungiert.